Das brauchen unsere Kinder (und wir Erwachsene doch im Grunde auch)

Kinder sind wahre Schätze. Sie kommen zu uns, wir wissen nichts über sie, sie wissen nichts über uns. Vorsichtig lernen wir uns kennen und lernen miteinander umzugehen.

Ein spannender Weg steht vor uns. Die Entwicklung, der wechselnde Austausch, die Erziehung unserer Kinder. 

Fünf wertvolle Aspekte in der Erziehung

1.Liebevolle und verlässliche Bezugspersonen (Eltern)

Sie stehen an erster Stelle. Ohne sie kann ein Kind nicht überleben. Was für eine Aufgabe und was für ein Privileg zugleich. Das Elternsein ist so vielfältig wie es Menschen auf dieser Erde gibt.
Ich bin der Meinung, dass wir vor allem in Verbindung mit uns selbst lernen dürfen unserer Intuition zu vertrauen und nach unseren Werten zu erziehen. 
Dazu gehört dann natürlich auch, dass du dir über deine Werte bewusst werden und dich mit deinem Partner/deiner Partnerin austauschen darfst. 
 
Was bedeutet für dich liebevoll und verlässlich für dein Kind da zu sein? 
Zeigt sich die Liebe auch in einem Gewähren von Freiheit?
Zeigt sich die Verlässlichkeit auch im Aufzeigen von Grenzen. 
In der Erziehung von Kindern stecken so unglaublich spannende Themen, dass wir mit unseren Kindern stets nur wachsen können!

2. Zuwendung und Zeit im Alltag

Zuwendung und Zeit im Alltag für: Wege im Tempo der Kinder, Selbständiges An- und Ausziehen, Brot schmieren,…,für zuhörende Gespräche, für Kuscheln, für „Guck mal, was ist das?“,…

Uns die Zeit mit unseren Kindern zu nehmen hilft uns mit ihnen “zu schwingen”, sie wahrzunehmen , sie zu verstehen.

Gehe achtsam und im Tempo deines Kindes. Versuche die Welt aus den Augen deines Kindes zu sehen. Spannend oder?

Lass deinem Kind die Zeit die es braucht. So kann es bei sich bleiben und all die wichtigen und interessanten Dinge dieser Welt erfahren. 

Warum sollte es auch lernen sich zu beeilen? Kommt nicht immer Zeit nach?

3. Die Möglichkeit seine Sinne auszubilden

Kinder brauchen eine Umwelt, die es ihnen ermöglicht sich mit der Tiefensensibilität (den eigenen Körper spüren – in Ruhe und in Bewegung), dem Gleichgewichtssinn und dem Tastsinn auseinanderzusetzen. Diese drei Sinne bilden ein sehr wichtiges Bezugssystem für die sich entwickelnden Fähigkeiten.

Wie sieht eine solche Umwelt aus? 

Zu finden sind beispielsweise Matten und Kissen in die sich das Kind hineinwerfen kann, vielleicht gibt es ein nahegelegenes unebenes Gelände und Natur die es zu erforschen gibt.

Möglicherweise sind Decken zum Bau von Höhlen im Wohnzimmer, unterschiedliche Bau- und Fühlmaterialien. 

Um sich mit dem Gleichgewicht auseinandersetzen zu können wäre es vorteilhaft, wenn eine Schaukel, Hängematte, Karussell, Rutsche,… in der nahen Umgebung sind. 

4. Tagesstruktur und Rhythmus

Dazu gehören verlässliche Schlafenszeiten und Essenszeiten, einen Wechsel von Aktivität (Spielplatz, Kindergarten, Schule) und Ruhe – ohne Ablenkung

Tatsächlich leben wir immer im Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung. Auch Kinder brauchen genau das. Zu Beginn unserer Entwicklung ist die Anspannung, oder Aktivität die Nahrungsaufnahme, das Kuscheln und das Wickeln. Diese Aktivitäten stehen im Gegensatz zum Schlaf, der Entspannung.

Nach und nach bauen sich die An- und Entspannung aus, werden vielseitiger und wir als Eltern dürfen beobachten, wann die Kinder Aktivität suchen und brauchen und wann es wichtig ist zur Ruhe zu kommen. 

Wir stehen in Verbindung mit unserem Kind und können ihm helfen seinen Rhythmus zu finden. Wir könnten auch sagen, wir unterstützen es sich zu regulieren.

Mit der Zeit geben wir unserem Kind die Verantwortung dafür ab. Das ist wichtig, denn es soll lernen auf sich  und seinen Körper zu hören.

5. Die Freiheit sich die Welt im eigenen Tempo, auf eigene Art und Weise zu erschließen 

 

Der letzte Aspekt soll uns Mut machen unsere Kinder zu beobachten und ihnen zu vertrauen, dass sie recht gut wissen was sie brauchen. 

 So braucht Jonas beispielsweise vor dem Schlafengehen wildes Toben während Rocky lieber einfach noch mal mit seinen Kuscheltieren spielt. Und beides ist genau richtig.

Na, war etwas für dich dabei? Hast du neue Ideen oder Gedanken für deinen Alltag mit Kindern erhalten? Das würde mich von Herzen freuen! 🙂

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