Die Basissinne in der Entwicklung

Die Basissinne in der Entwicklung

In unserer oft sehr lauten und hektischen Welt ist es noch wichtiger geworden die Grundlagen der Entwicklung unserer Kinder zu berücksichtigen. Es sind die ersten sich entwickelnden Sinne, denen wir mehr Beachtung schenken dürfen. Man nennt sie die Basissinne, denn sie bilden die Grundlage für die weitere Entwicklung. 

Lasst uns in diesem Blog-Post ein Blick auf die Basissinne werfen und herausfinden wie du dein Kind besser verstehen und stärken kannst!

Die drei Basissinne: Ein Überblick

Unsere Wahrnehmung der Welt basiert auf verschiedenen Sinnen, doch die Basissinne bilden das Fundament, auf dem alle anderen aufbauen. Diese sind:

1. Der Tastsinn: Dieser Sinn ermöglicht es uns, Berührungen, Druck, Temperatur und Schmerz wahrzunehmen. Er ist entscheidend für die Entwicklung von Vertrauen und Sicherheit in der Umgebung. Ein Kind, das Berührungen als angenehm empfindet, lernt, die Welt mit Neugier zu erkunden. Außerdem hat er einen großen Einfluss auf die Feinmotorik (Verschlüsse öffenen und schließen, …)

2. Die Propriozeption: Auch als Tiefensensibilität bekannt, hilft dieser Sinn uns, unseren Körper zu spüren, die Position und Bewegung unseres Körpers wahrzunehmen. Er ist essenziell für die Entwicklung von Motorik und Koordination. Kinder, die diesen Sinn gut entwickelt haben, können ihre Bewegungen gut koordinieren beispielsweise geschickt über etwas steigen. Zudem brauchen wir die Wahrnehmung unseres Körpers immer, damit wir uns überhaupt auf etwas anderes konzentrieren können.

3. Der vestibuläre Sinn: Dieser Sinn, oft als Gleichgewichtssinn bezeichnet, ist verantwortlich dafür, dass wir unser Gleichgewicht halten können und die Kontrolle über Kopf- und Körperbewegungen haben. Er spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Stabilität (Schwerkraftempfinden) und räumlicher Orientierung.

Die Bedeutung der Basissinne in der Erziehung

Die Basissinne sind wie die Wurzeln eines Baumes, die das Wachstum und Gedeihen des gesamten Organismus unterstützen. Das gute Zusammenspiel und die Sinneserfahrungen dieser Sinne ist entscheidend für die Entwicklung motorischer, sozialer, emotionaler und kognitiver Fähigkeiten. 

Stärken wir diese drei Sinne, so schaffen wir eine gute Voraussetzung für die weitere Entwicklung.

Oder anders: Wenn wir diese Sinne vernachlässigen, riskieren wir, dass Kinder Schwierigkeiten im Alltag und in der Lernentwicklung haben.

 

Biete deinem Kind Futter für die Sinne!

Hier ist es tatsächlich wie beim Essen. Nicht jedes Kind isst das Gleiche und gleich viel. Also biete ihm Nahrung für die Sinne und lass es frei, ob es diese aufnimmt.

Um taktile Erfahrungen sammeln zu können, bietest du deinem Kind, körperliche Nähe, Schmusen, Massagen, verschiedene Materialien zum Experimentieren. Lass es viel barfuß gehen, matschen, mit Wasser spielen.

– Für die Tiefensensibilität/Propriozeption eignen sich Spiele, die das Springen, Krabbeln, Ziehen und Schieben beinhalten. Auch klettern, oder sich eine Höhle bauen (je enger, desto besser) bieten tiefensensible Reize. 

– Stimulation des Gleichgewichts: Schaukeln, Drehen, Balancieren, sich bewegen, Fahrrad fahren,…sind großartige Möglichkeiten, den Gleichgewichtssinn zu fördern. 

Bei einem Besuch auf dem Spielplatz findet man auf jeden Fall für jeden der drei Basissinne „Nahrung“ – und außerdem oft sehr nette Personen um sich austauschen zu können.

Ganz liebe Grüße, lasst es euch gut gehen

Marieke

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